Strompreise in Deutschland: Haushalte / Industrie / Energieintensive Industrie Strompreise in Deutschland: Haushalte / Industrie / Energieintensive Industrie

Wahlwerbung und die Wirklichkeit – Strompreise

Die FDP wirbt um die Zweitstimme der Wähler.

Wenn ich die Aussagen und Desinformation der FDP lese, geht mir regelmäßig die Hutschnur hoch und ich habe den Kaffee dicke. Ich habe darüber schon zu Fracking und zur Energiewende geschrieben.

Heute möchte ich gerne Kernthemen des Wahlkampfs der FDP kurz ausleuchten. Die FDP wirbt um die Zweitstimme. Bitte informiere Dich und denke selbst, ob Deine Zweitstimme nicht woanders besser aufgehoben wäre. Ich empfehle da die Piraten. ;)

Heute: Die FDP wirbt mit:
Bezahlbare Strompreise

Die FDP ist die Partei, die postuliert: Fracking sei Teil der Energiewende. Das ist hanebüchener Unsinn. Fracking in Deutschland ist volkswirtschaftlich nicht relevant. Dazu gibt es zu wenig Schiefergas in Deutschland. Fracking bietet jedoch das volle Schadenpotential zur Verseuchung des Grundwassers und des Erdreichs, auch bei geringen Fördermengen. Dieses Schadenpotential wird durch weniger giftige Fracking-Chemikalien nicht wesentlich verringert. (siehe: hier)

Die FDP möchte das weltweite Erfolgsmodell und Vorbildmodell, das Erneuerbaren Energieren Gesetz (EEG) abschaffen und die Energiewende durch Planwirtschaft einbremsen. Das ganze unter dem Deckmantel Marktwirtschaft.

Finanziert wurde die Erarbeitung dieses Modells im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), inklusive komplett fertiger Werbekampagne. Die INSM ist ein Lobbyverband, der sich darauf spezialisiert hat, die eigenen Inhalte bei Medien und Politik gut zu platzieren. Dazu liefert sie medienfertige Beiträge für Print- und Fernseh-Redaktionen, stellt O-Töne für Hörfunkjournalisten zur Verfügung und beliefert Bildagenturen mit Bildmotiven und bietet Workshops für Journalisten an.

Mit den Ansätzen Fracking und Abschaffung des Erneuerbaren Energieren Gesetzes (EEG) lässt sich der Strompreis nicht senken. Das Gegengenteil ist der Fall. Die Strompreise steigen wesentlich durch die steigenden Rohstoffkosten für konventionelle Kraftwerke. Der Kohlepreis ist in den Jahren zwischen 2000 und 2010 um mehr als das 3-fache, der Uranpreis um das 8-fache gestiegen. Kohle wurde im Jahre 2010 gar um 30% teurer. An der Zapfsäule ist dieser Zusammenhang viel deutlicher erkennbar.

Entwicklung des Kohle-Preis bis 2009Entwicklung des Kohle-Preis einiger Kohle-Sorten bis 2009

Wind, Wasserkraft und Sonne liefert die Natur kostenlos. Sie sind die umweltfreundlichsten und kostengünstigsten Energieträger.

Ich als Pirat sage:

  • Wenn wir den Strompreis bezahlbar halten wollen, dann müssen wir die Energiegewinnung reformieren.
  • Wir müssen die Energiegewinnung lösen von konventionellen Rohstoffen und monopolartigen Großanbietern.
  • Regionen, die ihre Energieversorgung bereits in die eigene Hand genommen haben, haben deutlich geringere Energiekosten.
    In Feldheim zum Beispiel beträgt der Strompreis 16,7 ct/kWh und das für 10 Jahre garantiert. Der Durchschnittsbürger zahlt heute etwa 40% mehr und in 10 Jahren über 100% mehr.
  • Wir müssen das EEG anpassen, aber nicht abschaffen.
    Dadurch können wir den Verbraucher deutlich mehr entlasten, als mit dem Modell der FDP.
  • Wir müssen die Preismechanismen der Strombörse neu regeln. Das Merit-Order-Prinzip ist nicht mehr zeitgemäß.
  • Wir müssen dafür sorgen, dass Umweltbelastungen wirksam eingepreist werden. Derzeit stehen Gaskraftwerke still, weil schmutzige Kohle günstiger ist.
  • Wenn wir Bohrungen vornehmen, muss grundsätzlich vor der ersten Bohrung eine Umweltverträglichkeitsprüfung stattfinden. Nichts ist teurer, als kein sauberes Wasser mehr zu haben. Allein diese Maßgabe hat in Österreich dazu geführt, dass die Industrie kein Interesse mehr an Fracking hat. Wir brauchen Fracking nicht.

Jetzt bist Du dran!

Klarmachen zum Ändern


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