Wahlprogramm der CDU/CSU

Es gibt einen Leak des Wahlprogramms der CDU/CSU. Ich hab mir einige Stellen mal angesehen und möchte sie gerne kommentieren.
Viel Spass damit.
Jürgen Stemke

Bei den Piraten wird das Programm von den Parteimitgliedern gemacht. Jeder kann sich einbringen, jeder ist gleichwertig. Das Wahlprogramm der Piraten zur Bundestagswahl steht seit April 2013.

Bei der CDU/CSU ist das anders. Dort wird das Wahlprogramm im Hinterzimmer gemacht. Von irgend jemandem. Die Parteimitglieder haben nichts mit dem Parteiprogramm zu tun. An „wichtige Leute“ ist das Programm schon verteilt worden. Den CDU/CSU-Mitgliedern soll es Ende Juni 2013 gezeigt werden. Wer es vorher schon lesen will, kann es sich hier herunterladen. Der Schwarzgelblog.de war so freundlich und hat es zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

Hier meine Bewertung zum Programm, das nach meiner Ansicht eine Gefahr für unser Land darstellt. Die Presse sieht das ähnlich, geht aber davon aus, dass das Programm nur eine Täuschung ist.

Wichtige Punkte aus dem Wahlprogramm

Nach und nach kommen weitere.
Also, öfter mal reinschauen, oder RSS-Feed abonnieren. ;)

Presseschau zum Wahlprogramm

vom 19. Juni 2013. Zusammengestellt vom Deutschland Radio:

Das Programm der CDU/CSU für den Bundestagswahlkampf ist fertig – und liegt offenbar einigen Medien bereits vor. Zu den demnach darin enthaltenen Versprechungen bemerkt die FRANKFURTER RUNDSCHAU:
„Man kann feststellen, dass im Wahlprogramm viel von ‚wollen‘ und ‚prüfen‘ die Rede ist und daraus Schlüsse ziehen über die Belastbarkeit der Versprechen. Man kann sich aber auch daran erinnern, dass die Unions-Regierung in der laufenden Wahlperiode oft das Gegenteil dessen umgesetzt hat, was in ihrem Wahlprogramm stand. Mit dieser Erinnerung liest sich das nun vorgelegte Werk ganz anders“,
schreibt die FRANKFURTER RUNDSCHAU.

Die SAARBRÜCKER ZEITUNG konstatiert:
„Es gibt einen zentralen Widerspruch, der sich durch das ganze Wahlprogramm der Union zieht. Zwischen 20 und 30 Milliarden Euro will man zusätzlich ausgeben für Mütter, Kinder, Familien, Arbeitnehmer oder Verkehr. Zugleich spricht die Union von Haushaltskonsolidierung. Das ist mit einem Programm aus Milch und Honig nicht kompatibel. Für eine Regierungspartei ist das beschämend.“
Das war die SAARBRÜCKER ZEITUNG.

Aus Sicht der SÄCHSISCHEN ZEITUNG kommt den Inhalten des Wahlprogramms keine allzu große Bedeutung zu, denn …
„… Merkel selbst ist inzwischen, teils verdient, oft aber auch nicht, als Zugmaschine zur Wahl derart unangefochten, dass jede neue Idee nur stören könnte. Deswegen verzichtet die Union auch darauf. Die Kanzlerin trifft momentan bei der Wählerschaft sogar noch dann den richtigen Ton, wenn sie wieder mal abtaucht und selbst erst mal gar nichts sagt.
So ähnlich ist es auch mit dem Wahlprogramm. Es wird beinahe behandelt wie eine geheime Verschlusssache. Selbst das könnte, so absurd das klingt, nutzen. Denn das eigentliche Programm heißt schlicht Angela Merkel. Ihrem SPD-Konkurrenten kamen beim öffentlichen Talk mit seiner Gattin schon die Tränen“,
erinnert die SÄCHSISCHE ZEITUNG aus Dresden, und damit endet die Presseschau.

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