Fragen der Wolfsburger Nachrichten

Die Wolfsburger Nachrichten haben mir telefonisch folgende Fragen gestellt und die Antworten veröffentlicht:

Bitte vervollständigen Sie die folgenden Sätze:

Wenn ich für einen Tag politisch freie Hand hätte, würde ich für Wolfsburg und Helmstedt entscheiden,…

dass die Bürgerinnen und Bürger deutlich stärker bei Entscheidungen eingebunden werden. Vor 13 Jahren bin ich in Wolfsburg am Bahnhof ausgestiegen und habe vor dem Ausgang eine grüne Stadt vorgefunden. Heute ist da eine Betonwüste. Ich weiß nicht, wie der Platz heute aussehen würde, wenn man die Bürger vorher gefragt hätte.

Im Jahr 2030 zeichnen sich Wolfsburg und Helmstedt aus durch…

eine große, offene und freundliche Atmosphäre und dadurch, dass man sich selbst mit Energie versorgt, zum Beispiel durch Solarflächen auf den Dächern.

Im Jahr 2030 haben Wolfsburg und Helmstedt die größten Probleme mit…

Da kann ich keine Prognose abgeben. In fast 20 Jahren kann einfach zu viel passieren. Aber ich bin ein positiver Mensch.

Die Bürger könnte man besser ins politische Entscheidungen einbinden, indem man…

sie besser und ehrlicher informiert. Geheimniskrämerei im Hinterzimmer geht nicht zusammen mit einer ehrlichen und offenen Politik. Der Staat sollte nichts zu verbergen haben – denn der Staat, das sind wir alle.

Mein größter politischer Erfolg…

Unsere guten Ergebnisse bei der Kommunal- und Bürgermeisterwahl waren ein toller Erfolg. Aber alleine kann man sowas nie schaffen, das ist immer eine Leistung von vielen.

Meine Fehlentscheidung, die mich am meisten ärgert…

Ich hätte mich vor der Aufstellung der Landesliste mehr um die Basis kümmern müssen. Das war ein Fehler. Bei den Piraten hat jeder das gleiche Stimmrecht, da habe ich meine Bekanntheit überschätzt.

Facebook und andere soziale Netzwerke im Internet sind für mich…

Kommunikationsplattformen, über die man sich schnell und unkompliziert mit vielen Menschen austauschen kann.

Was ich schon immer einmal machen wollte,…

Ich möchte einfach mal wieder durch die Gegend reisen, völlig frei, in einem Wohnwagen vielleicht. Einsteigen und losfahren – und dann sehen, wo es mich hin verschlägt und welche Menschen ich treffe.

Mein politisches Vorbild…

Ich habe kein politisches Vorbild, darüber habe ich mir auch noch nie Gedanken gemacht. Ideen, die mir gefallen, übernehme ich. Aber ich eifere niemandem nach.

In einem Satz

Was halten Sie vom Mindestlohn?

Ich halte ihn für eine Brückentechnologie hin zu einer besseren Lösung, dem bedingungslosen Grundeinkommen.

Brauchen wir eine Frauenquote?

Nein, weil es das Problem nicht behebt, sondern nur davon ablenkt, dass wir eine neue Familien und Arbeitsmarkt-Politik brauchen.

Darf der Staat Schulden machen?

Ja, aber der Staat sollte mehr Kontrolle über die Schöpfung des Geldes erhalten.

Wie kann unser Bildungssystem besser werden?

Wir müssen dem System die Priorität zuweisen, die ihm gebührt.

Gibt es 2015 eine Region Braunschweig, eine Region Wolfsburg-Helmstedt – oder bleibt alles, wie es ist?

Ich vermute, wir werden in Wolfsburg-Helmstedt leben, halte das aber für keine gute Lösung, weil die Menschen vor Ort meist am besten wissen, was gut für sie ist.

Was fehlt der Energiewende, damit sie zum Erfolg für Umwelt, Verbraucher und Energieversorger wird?

Vor allem Ehrlichkeit – und eine Beteiligung der Bürger an der neuen Stromversorgung.

Was muss der Staat tun, um die Bürger vor dem Ausspähen ihrer privaten Daten zu schützen?

Seine Aufgaben erfüllen – das Grundgesetz gibt mit der informellen Selbstbestimmung den Auftrag, dem der Staat zu folgen hat.

Die Inflation frisst Zinserträge auf – Wie können Kleinsparer ihr Geld retten?

Indem sie kein Geld horten, denn die Inflation ist unvermeidbarer Bestandteil unseres Finanzsystems.

Was denkst du?