Gendern ist Mist !?

„Generisches Maskulinum“ ist Mist. Das liegt weniger daran, dass man es verwendet, sondern daran, dass es so genannt wurde.

Ab und an schau ich mich auf dem Sprachblog Belles Lettres um. Dort gelingt es einem Sprachwissenschaftler in sehr schön gemachten Videoblogs Sprache zu erklären. Es macht Spass, ihm zuzuhören.

Ich möchte hier zwei Video-Tutorials empfehlen, die sich mit dem Geschlecht von Worten und dem generischen Maskulinum beschäftigen:

Da die Tutorials zusammen ziemlich lange sind, hier meine kurze Zusammenfassung, was ich aus den Tutorials verstanden habe, auch mit eigenen Ergänzungen. Ich empfehle natürlich dennoch das oben verlinkte Original. Schwerpunkt dort ist nicht das Gendern.

Der Grund warum das, was wir heute generisches Maskulinum nennen, die Form ist, die als „Standardgeschlecht“ gilt, ist nicht der Genus (= grammatikalisches Geschlecht) oder der Gedanke, dass eigentlich nur Männer gemeint sind oder gewesen wären, sondern es ist die Ikonizität von Sprache. Ikonizität bedeutet, je spezieller das Beschriebene, desto ausführlicher die Form des Wortes oder der Beschreibung. Das lässt sich sprachhistorisch belegen.

Wenn man Silben oder Buchstaben an Worte anhängt erweitert sich die Information, bzw. spezialisiert sich die Bedeutung. Zum Beispiel „Auto“. Das kann ein einziges Auto sein („das Auto dort“), oder die Gesamtheit aller („das Auto hat die Mobilität revolutioniert“). Ergänzt man einen Buchstaben „-s“ zu „Auto-s“, ist es klar und eindeutig, dass es sich grundsätzlich um mehrere Fahrzeuge handelt. „Autos“ kann nicht als Singular verwendet werden. Das Wort wird spezieller.

Zunächst hatte eine Bezeichnung keinen Genus, kein Geschlecht. Weder männlich, noch weiblich, noch Neutrum. Es gab lediglich eine Unterscheidung zwischen lebendigem und nicht lebendigem. Das wurde durch die Endung des Wortes deutlich gemacht. Vielleicht könnte man das generisches Viverum oder Indefinitum nennen. [Update: tatsächlich nennt man es Utrum und es ist das Gegenteil von Neutrum] Eine Endung zur Bezeichnung weiblichen Lebendigens hatte man selbst im Althochdeutschen noch nur in ganz besonderen Spezialfällen angehängt, zum Beispiel bei „Freund-in“, wenn es sich um eine ganz besondere Freundschaft handelte, eine Liebschaft zu einer Frau. Diese erweiterte Form des Grundwortes erweitert die Bedeutung des Wortes auf die besondere Bedeutung, dass es sich explizit um jemanden weibliches handelt (und dass Liebe im Spiel ist). Nach und nach wurde diese Endung auch auf mehr Worte übertragen.

Der Umkehrschluss ist jedoch falsch. Das urspüngliche Rumpf-Wort „Freund“ behält seine Bedeutung bei und lässt weiterhin keinen Rückschluss auf das Geschlecht der Person zu (durch die Erfindung des Wortes „Autos“ ändert sich die Bedeutung des Wortes „Auto“ nicht). Wollte man ein Wort, das explizit einen männlichen Freund beschreibt, so müsste man wohl eher auch eine speziell männliche Endung einführen und dem Stammwort anhängen. Also zum Beispiel „Freund-us“ oder so. Das ist bisher nicht geschehen.

In der klassischen Feminismus-Bewegung werden Frauen unter anderem als benachteiligt angesehen, weil die alleinige Verwednung des generischen Maskulinums als diskriminierend empfunden wird. Das generische Maskulinum wird als rein Maskulin empfunden. Im Feminismus werden zur Lösung bisher eher Erweiterungen zum Stammwort vorgeschlagen, um eine neue generische Bezeichnung zu schaffen.[] Das kollidiert mit dem Sprachzentrum und damit dem Sprachempfinden vieler Menschen, da es dem Prinzip der Ikonizität widerspricht und sprachwissenschaftlich auch klar falsch ist, weil es auf dem Irrtum beruht, die nicht-weibliche Form sei automatisch männlich, obwohl es rein technisch/formal generisch undefiniert ist.

Ausschnitt aus dem Formular für neue Mitgliedschaften der Grünen Jugend;  Stand 2014-07-20Ausschnitt aus dem Formular für neue Mitgliedschaften der Grünen Jugend;
Stand 2014-07-20

Randbemerkung: Spannenderweise führen manche feministischen Gruppierungen zur Unterscheidung von Geschlechtern der Mitglieder selber die Kategorien „weiblich“ und „nicht weiblich“ ein, um Frauen besonders hervor zu heben (und damit z.B. von allen anderen Gender-Formen zu separieren). Sie machen also ungefähr genau das, was die Sprache seit der Einführung der weiblichen Form macht, wenn man dazu den Irrtum begeht, und beim nicht-weiblichen meint, weiblich sei hier ausgeschlossen. Die Grüne Jungend weist dabei darauf hin, dass diese Unterscheidung nicht diskriminierend gemeint ist. Das bedeutet aber auch, dass der Grünen Jugend auch aufgefallen ist, dass es diskriminierend verstanden werden kann oder wird.

Wenn die Unterscheidung der Geschlechter durch Einführung der Endung „-in“ zur Diskriminierung führt, könnte man als weitere, noch nicht genannte Überlegung darüber nachdenken, sämtliche weiblichen Formulierungen wieder abzuschaffen. Teilweise wurde das sogar bereits getan. „Fräulein“ zum Beispiel ist innerhalb kurzer Zeit weitgehend aus dem Sprachgebrauch verschwunden.

Nach Auskunft des Autors der Video-Blogs ist Deutschland das einzige Land, dass auf politischem Wege versucht, dem generischen Rumpfwort die eindeutig männliche Bezeichnung zuzuschreiben und dazu fordert, dass die generische Form immer auch von der weiblichen Form begleitet wird. Andere Länder die sich sehr für Gleichstellung einsetzen tun das nicht. (Gedächtnisprotokoll ich habe das nicht überprüft & finde die Stelle nicht mehr) Ende der Randbemerkung.

Die Annahme, man müsse immer beide Genera nennen, wenn man jeden Sexus berücksichtigen möchte oder muss, geht auf ein Urteil in höherer Instanz des OLG Karlsruhe aus dem Jahre 2011 zurück. Hier bekam eine Frau recht, weil in einer Anzeige nur „Geschäftsführer“ stand und nicht auch „Geschäftsführerin“. Sie hatte den Job nicht bekommen und fühlte sich diskriminiert.

Das Urteil begründet sich auf einen juristischen Kommentar. Darin heißt es, der Ausdrucksweise sei nach AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) Rechnung getragen, wenn Doppelformen (Geschäftsführer/-in) oder neutrale Oberbegriffe (Geschäftsführung) verwendet werden. Um sich vor weiteren Klagen zu schützen, verwenden Unternehmen konsequent diese Doppel-Bezeichnungen. Den zweiten Absatz des Kommentars hat das Gericht allerdings unterschlagen: „Aber auch wenn allein die prima facie männliche Bezeichnung verwandt wird, kann der Gesamtkontext der Ausschreibung ergeben, dass eine Geschlechtsdiskriminierung nicht beabsichtigt wird. Es entspricht dem allgemeinen Sprachgebrauch, dass eine männliche Bezeichnung verwandt werden kann, ohne allein auf männliche Arbeitnehmer hinzuweisen.Kommentar und Gericht kommen damit zu entgegengesetzten Einschätzungen, begehen jedoch beide den selben Ad-hoc-Fehler, es würde sich bei Formulierungen wie „Geschäftsführer“ um rein männliche Formen handeln.

Das Problem ist vermutlich ein psychologisches. Wenn man die drei Genera nicht als männlich, weiblich und Neutrum bezeichnen würde, sondern zum Beispiel 1. Fall, 2. Fall und 3. Fall, dann würde man sich gerade auch in der Sprachwissenschaft viele Probleme ersparen. Das Maskulinum hat eigentlich kaum etwas mit Männern zu tun. Es entstand durch die Einführung des Femininums, ist eine Folge daraus, denn jetzt hatte man drei Fälle, ein Neutrum, ein Femininum, und den Rest. Dieser Rest bekam die Bezeichnung Maskulinum (damit das Femininum nicht alleine steht). Generisch ist ein Maskulinum oder ein Feminnum dann, wenn es sich um einen Begriff für ein Lebewesen handelt, das einen Sexus hat und entsprechende biologische Geschlechter kennt, es aber keinen separaten Begriff für ein bestimmtes Geschlecht des Lebewesens gibt. Streng genommen ist der Begriff schon in sich ein Widerspruch. Das Wort Maskulinum ist in der Sache irgendwie der eigentliche Fail. Auch das Femininum hat nur in Sonderfällen etwas mit dem Sexus zu tun. „Die Schnur“ hat keinen Sexus, und ist doch „Femininum“.

Dass das grammatische Geschlecht kaum etwas mit Gender zu tun hat, sieht man, wenn man sich anschaut welchen Genus eine Bezeichnung von nicht-lebendigem bekommt, also der Löffel, die Gabel oder das Messer. Auch das geschah und geschieht nicht willkürlich. Bei vielen Worten kann man das heute nicht mehr so genau erkennen, da das vom Deklinationssystem der damaligen Zeiten abhängt. Was man aber klar erkennt ist, dass es nicht vom Gegenstand oder dessen Funktion abhängt, und auch nichts mit dem Sexus zu tun hat, welches grammatikalische Geschlecht das Wort hat.

Dass der Genus bei der Sprache selbst eigentlich sekundär ist, sieht man heute noch an Beispielen, wo ein Wort nicht eindeutig zugeordnet ist. Zum Beispiel: der Socken, die Socke; die Karre, der Karren; der Zacken, die Zacke; dabei muss auch der Genus bei solchen Wortarten nicht wechseln, Beispiel: der Reif, der Reifen; der Fels, der Felsen.

Wenn heute bei der Einführung eines neuen Wortes, das aus einer anderen Sprache übernommen wird, kein Spezialfall zu schlägt, der das Wort weiblich oder zum Neutrum macht, also zum die-Wort oder zum das-Wort, dann landet das Wort immer beim Standard-Genus-Fall, es wird ein der-Wort. Wenn man diese Regeln des Sprachzentrums kennt, dann kann man leicht feststellen, warum es anfänglich „das Blog“ hieß, sich aber „der Blog“ durchgesetzt hat – und dass „das Blog“ dennoch nicht falsch ist.

Im Teil 2 dieser Reihe geht es um Ideen zum Gendern. Welche Möglichkeiten gibt es und wie kann man diese bewerten.

Links

  • Genus Teil 1: Gendern ist Mist ?
    Über Ikonizität von Sprache. Wie ist unsere Sprache aufgebaut? Warum klingt manches komisch?
  • Genus Teil 2: Ideen zum Gendern
    Welche Möglichkeiten gibt es und wie kann man diese bewerten.
  • Genus Teil 3: Gendern-Studien
    Ist Gerechtigkeit abhängig von Sprache? Wie sehen Studien aus? Gibt es Länder mit geschlechtergerechter Sprache? Wie halten diese es mit der Gleichstellung?
  • Genus Teil 4: Schweden wird geschlechtsneutral
    Hier gehe ich auf einen Artikel von Queer.de ein, zur Aufnahme des geschlechtsumfassenden neuen Personalpronomens „hen“ in der schwedischen Sprache. Was bedeutet das und wo oder wie ist uns Schweden voraus?
  • Genus Teil 5: Gendern-Studien
  • Genus Teil 6: Wie die Geschlechter entstehen
  • LM-Uni München, Frauenbeauftragte:
    Leitfaden gendergerechte Sprache
    (ohne zu gendern)
  • Ikonizität in der Sprache
    Ist der Dalai Lama der geistige oder der geist­liche Führer der Ti­be­ter? Warum gibt es kör­per­lichen, aber kei­nen geist­lichen Ver­fall, dafür aber gei­sti­gen Ver­fall? Fin­det eine Vor­lesung vier­zehn­tägig oder vier­zehn­täg­lich statt? Worin be­steht der Un­ter­schied zwi­schen Tech­nik und Tech­nolo­gie? Wa­rum ist das Mas­ku­li­num das Stan­dard­geschlecht (gene­ri­sches Mas­kuli­num)? Warum sa­gen wir: »Viele Auto­fah­rer fah­ren zu schnell« – wo doch die Hälfte davon Auto­fah­rerin­nen sind? Auf diese Fra­gen gibt es eine Ant­wort: Ikoni­zität!
  • Genus im Deutschen
    Maskulinum, Femininum und Neu­trum: Wie funk­tio­niert das gramma­tische Ge­schlecht im Deut­schen? Wel­ches Ge­schlecht er­hal­ten neue Sub­stan­tive wie Blog, Burn­out oder Tweet? Wie sind all die Sub­stan­tive des deut­schen Wort­schat­zes zu ihrem Genus ge­kom­men, und warum gibt es dabei so viele Un­gereimt­hei­ten, wie die Fin­ster|nis, aber das Gleich|nis, die Socke, aber zu­gleich der Socken?
    In unserem Kopf arbeitet eine perfekte Ma­schine, die über das Genus al­ler Sub­stan­tive wacht. Aber sie ar­beitet an­ders, als wir er­war­ten. Belles Lettres baut die Genus­maschine nach.
    Leider vergallopiert sich der Autor manchmal etwas ungünstig in ihm fachfremden Terrain (Genetik, Elektrotechnik). Da muss man großzügig drüber hinweg sehen.
  • Sprachformen im Überblick
    Feministische Vorschläge zu antidiskriminierenden Sprachregelungen. Alle Vorschläge setzen darauf auf, den bisherigen generischen Wortstamm als Maskulinum zu werten und durch Erweiterung des Generums ein neus Generum zu schaffen, das jedoch nicht als neuer Wortstamm fungieren soll. Liste vorgeschlagener Schreibweisen:

    Vorschläge zu Gender-Regelungen im DeutschenVorschläge zu Gender-Regelungen im Deutschen

2 Kommentare

  1. 1

    Ich glaube, bei den Geschlechtern von Fremdworten ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Oder die Mutter. Es heißt etwa DIE e-Mail. Warum auch immer. Kein Mensch sagt der Mail.
    Eine andere Theorie meint, der Genus von Fremdworten wird an ein naheliegendes deutsches Wort angepasst – die Post vermutlich, denn der Brief würde ein anderes Ergebnis bringen. Das Baguette ist als das Brot im Deutschen unbedingt sächlich, im Französischen weiblich. Sehr auffällig ist es bei den geschlechtsneutralen japanischen Bezeichnungen im Judo. Würfe sind samt und sonders männlich, Würgen und Festhalten weiblich, Hebel wiederum männlich. Ich finde diese Theorie ziemlich überzeugend und sehe sie immer wieder bestätigt. Ein Anglist hat mir letztens erklärt, wie brauchten den Genus vor allem dazu, um eindeutige grammatische Beziehungen herzustellen, und mit Geschlecht hätte das gar nichts zu tun. Klingt auch irgendwie logisch, erklärt aber nicht, warum mich „das Mädchen“ grammatisch in den Wahnsinn treibt.

    • Dipl. Ing. Jürgen Stemke

      Ich arbeite noch an einem Artikel, der die Entwicklung der Genera zum Thema macht. Der Genus eines Substantivs hängt von der Art des Wortes und/oder dessen Bildung/Endung ab, zumindest in dem Moment, wo das Wort entsteht oder sich durchsetzt. Deswegen ist auch „Mädchen“ ein Neutrum, weil alles mit „chen“ am Ende, bzw. jede Verkleinerungsform ein Neutrum ist. Bübchen auch. Wäre Mädchen weiblich, müsste man im Plural die Mächchenen sagen? Wäre Bübchen männlich, müsste es im Dativ Plural wohl den Bübchenen heißen? Was würde da Dein Wahnsinn machen? ;)

      Das mit der Mail ist mir auch schon aufgefallen. Ich vermute das ist ein Sonderfall.

      Nach der obigen Regel müsste es eigentlich maskulin werden, wie du angemerkt hat. Ist es aber nicht. Das liegt vermutlich daran, dass neue Wörter, die aus anderen Sprachen übernommen werden auch zunächst instantan qua Verstand ein Geschlecht zugeordnet bekommen können. Das ist oft das Geschlecht eines Synonyms, also was du vermutest. Das ist bei der Mail passiert. Das hat am Anfang im deutschen Sprachraum nur eine kleine Gruppe Menschen verwendet und die haben sich auf einen Genus geeinigt. In der Regel ist das dann ein Neutrum (das Blog). Im Deutschen hat sich in Deutschland bei Mail jedoch das Femininum durchgesetzt, in der Schweiz heißt es dagegen das Mail (vielleicht auch angelehnt an ein verkürztes „das Mailing“?). In Österreich sind beide Genera gleich häufig üblich. Die Handlung mit Mails umzugehen ist wieder klar ein Neutrum, das Mailen. Dass man sich daran erinnert, dass Mail von der indo-germanischen Wurzel malhō kommt, das feminin ist, vermute ich eher nicht. :) Kurz: Ich weiß nicht, warum es die Mail heißt. Man müsste wen fragen, der sich aus kennt. Achja, die meisten Menschen sagen inzwischen „der Blog“.

      Zum anderen Beispiel zu speziellen Fachwörtern ist das Zölibat. In der Alltagssprache heißt es klar das Zölibat. Es beschreibt die Handlung der Enthaltsamkeit. Logisch nach Sprachzentrum muss es also das Zölibat heißen und das hat sich auch durchgesetzt. Bei den Fachleuten, die von dem Zölibat betroffen sind, heißt es allerdings der Zölibat. Das kommt, weil die auch lateinisch sprechen und das Wort aus dem Lateinischen kommt und dort maskulin ist. Man hat in Fachkreisen das Geschlecht bei der Übersetzung beibehalten und per Verstand gesetzt. Hier kann man schön sehen, wie das Sprachzentrum kurz stolpert, wenn man sich nicht an seine Regeln hält.

      Baguette könnte auch ein Neutrum sein, weil es auf ein Diminutiv zurück geht. Es geht zurück auf das Stöckchen, also wie Mädchen. Ich weiß aber nicht, warum sich das das durchgesetzt hat. Einige Leute nutzen das Baguette weiblich. Erfunden hat das Baguette übrigens ein Wiener, also einer, der eigentlich deutsch spricht.

      Zu der Theorie, dass man in der Regel immer den Artikel nimmt, der in der Quellsprache üblich war, oder der einem vergleichbarem Wort im Deutschen passt, gibt es auch Gegenbeispiele. Es müsste dann zum Beispiel der Schokolade heißen. Das -de impliziert aber „weiblich“ (Schublade, Marmelade, , ). In den Regionen, wo Schokolade tatsächlich maskulin ist, wird aus dem -de ein -d. Der Schoklad. Auch gibt es Beispiele, die gegen die These sprechen, dass man einen Genus aus dem deutschen Synonym übernimmt: Der Shit (die .. genau), der Slide (die Folie), der Link (die Verbindung, das (Binde-)Glied), der Gig (das Konzert), der Song (das Lied), usw.

      Es steckt also scheinbar mehr dahinter.

Was denkst du?